Historische Aspekte

2 Holzkisten

Im 16 Jahrhundert vollzog sich in der japanischen Teezeremonie ein Wandel. Vor dem Hintergrund des sich stärker verbreitenden Zen-Buddhismus entwickelte sich auf Betreiben einiger Teemeister trotz des Wiederstandes der Wohlhabenden Klasse, die die Teezeremonie als Tradition zur Vorführung von Glanz und Luxus betrieb, eine neue philosophische Richtung – Wabi Sabi. Die japanische Wabi-Sabi-Ästhetik reicht von einer metaphysischen Basis über geistige Werte, Geisteshaltung, moralische Vorschriften bis hin zur stofflichen Qualität die auch in der neuen Teekunst zum Ausdruck kommt und sich auf alle Bereiche von Handwerk, Kunst und Kultur auswirkt. Im Zentrum diese Anschauung steht die Einfachheit, Natürlichkeit und die Respektierung von Fehlerhaftigkeit. [Koren, Leonard; Wabi-sabi für Künstler, Architekten und Designer – Japans Philosophie der Bescheidenheit; Tübingen 2007]

Vor diesem Hintergrund entwickelte sich Kintsugi – die Goldverbindung die den Makel hervorhebt, aufwertet und beachtenswert erscheinen lässt.
Eine interessante Geschichte.